Industrie will ersten Computer Store für
Edelstahlrohre aufbauen

Einen Store fürs Rohr! Das war die Lösung! Um das Chaos im Binnenmarkt für
Edelstahlrohre zu bändigen, war es an der Zeit einen Umschlagplatz zu entwickeln, an dem
Kunden, Zwischenhändler, Verkäufer und Hersteller zueinander geführt würden. Und Herbert Rost hatte auch schon
eine Idee! Das Internet! Es würde nur einer zentralen Plattform bedürfen. Dann hätte man einen Online-Marktplatz
für alle Geschäftsangelegenheit rund ums Thema Edelstahlrohre. Es könnten neue Kontakte entstehen. Des Weiteren
würde eine solche Plattform ein wunderbares Instrument zur Wirtschaftlichkeitsanalyse des gesamten Markts
darstellen. Die verantwortlichen, hohen Tiere in der Industrie waren von dem Vorschlag von Herbert Rost
begeistert. Und Herbert Rost wusste auch schon, von wo aus er seine Plattform, die er www.rohr-komfort.de
taufte, koordinieren würde. In seinem Computerstore in Olpe Süd würde er eigens einen Server einrichten. Er
würde also direkt an der Quelle sitzen.
Und so ergab es sich, dass Herbert Rost zum Administrator von www.rohr-komfort.de
wurde. Binnen kürzester zeit gab es einen wahren Run auf seine Seite. Schon am ersten Abend gab es Serverprobleme,
de schon beinahe zum Absturz geführt hätten. Am nächsten Tag hatte die Seite bereist 4897 Mitglieder. Und es wurden
immer mehr. Munter wurden schon erste Interaktionen getätigt und Herbert Rost wurde mit Fragen zu allen möglichen
Themen überschüttet. Herbert Rost nahm sich daraufhin vor schon bald erste Moderatoren zu ernennen, sobald
einige Leute auf der Seite heimisch wurden. Noch war es jedoch zu früh, jemanden für dieses Amt auszuwählen. Das
Chaos auf dem Markt für Edelstahlrohre entspannte sich unter der segensreichen Einwirkung durch das neue
Internetportal spürbar. Herbert Rosts Computer Store war zu so etwas wie der Wall Street für den Markt für
Edelstahlrohre geworden. Die Händler konnten entspannt ihre Geschäfte abschließen, es wurde Auftrag um Auftrag an
Land gezogen ... zu diesem Zeitpunkt kam Herbert Rost nie der Gedanke, das jemandem seine Internetseite ein Dorn im
Auge sein könne.
Doch plötzlich stimmte etwas nicht! Der Traffic war viel zu hoch. Noch ehe
Herbert Rost eingreifen konnte, lief die Situation völlig aus dem Ruder. Und da wurde ihm klar was los war: Ein
Angriff auf den Markt für Edelstahlrohre! Die Chinesen hatten tausende Spambots auf das Netzwerk losgelassen –
zumindest dachte Herbert Rost das. Doch in Wirklichkeit brauchten die Chinesen gar keine Spambots. Sie hatten
bereits tausende von willigen Internetarbeitern, die sie schon auf “World auf Warcraft“ losgelassen hatten. Nun
wollte man den Markt für edelstahlrohre in seinen Grundfesten erschüttern. Der Auslöser war der, dass die Chinesen
kaum noch in der Lage waren ihr Kunststoffröhren “Made in China“ nach Deutschland zu exportieren. Edelstahl
entpuppte sich im Zuge der neuen Belebung des Binnenmarkts als zu große Konkurrenz. Die chinesische Regierung hatte
einen geheimen befehl erlassen. Der Zwangs-Rollenspieler zu Zwangs-Spammern machte.
Herbert Rost, der sich am Morgen noch mit Schweißfittings und ihren Vorzügen auseinandergesetzt hatte, war entsetzt. Erst das
Einschalten des UNO Generalsekretärs und die Einwilligung, den Chinesen für 1,2 Millionen Euro Kunststoffröhren
abzukaufen, brachte eine friedliche Lösung.
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