Wie Computer unsere Welt geändert haben

Diese Frage scheint zunächst leicht zu beantworten, angesichts des Internets, den
Computern, die inzwischen fast an jedem Arbeitsplatz zu finden sind (und inzwischen so manchen Arbeiter ersetzt
haben), den internationalen Finanzmärkten, an denen Waren auf der ganzen Welt in Echtzeit gehandelt werden...
Riesigen Konzernen, Medienriesen, aber auch der Bestrebung, die Welt zu verbessern, zum Beispiel mit frei
zugänglichem Wissen.
Aber die Veränderungen sind viel subtiler – und oft haben wir es auch im täglichen Leben mit
Computern zu tun, ohne dass wir es ahnen:
Egal ob wir mit dem Auto fahren, oder die Waschmaschine bedienen: praktisch in jedem neueren Gegenstand (welcher
nicht komplett frei von Elektronik ist) steckt ein mehr oder minder leistungsfähiger Computer. Elektronische
Systeme machen die Autofahrt sicher, und helfen beim Einparken, der kleine Computer in der Waschmaschine sorgt
dafür, dass wir ganz bequem verschiedene Einstellungen vornehmen können, bevor wir zur Arbeit fahren – die
Waschmaschine wartet auf uns und wäscht so, dass wir die frisch gewaschene Wäsche nur noch aus der Maschine nehmen
müssen – ohne Wartezeit, und ohne, dass die Kleidung nach dem Waschgang in der Trommel beim langen Liegen
verknittert.
Sie haben im Geografie Unterricht nicht aufgepasst? Kein Problem: Ein Navigationsgerät nimmt
ihnen das mühsame Kartenlesen ab, und lotst sie auch noch um Staus herum. Und das nicht nur im Auto: auch für
Radfahrer, Wanderer oder Reiter gibt es inzwischen Navigationssysteme, und auch auf dem Handy sind sie verfügbar.
Apropos: Die neueste Generation der Handys, Smartphones genannt, ist bereits mehr Computer als Handy, wenn auch
noch im kleinen Gewand, und auch das mobile Internet gewinnt immer mehr an Beachtung. Wer heute eine Frage hat,
schaut nicht mehr im Lexikon, sondern einfach im Internet. Einkaufen, Bekanntschaften schließen und pflegen, sich
verlieben, sogar studieren kann man inzwischen online – oder zumindest werden einzelne Vorlesungen bereits digital
abgehalten. Kein Hausbau- und selbstverständlich auch keine Inneneinrichtung kommt mehr ohne die Planung am
Computer aus. Und raten sie einmal, was die Fernbedienung, mit der sie verschiedenste Geräte gleichzeitig bedienen
können so vielseitig macht: ein Computer.
Computer versorgen uns mit Bargeld oder Tickets für Bus und Bahn, und, steuern die
elektronischen Anzeigetafeln, damit wir auch genau wissen, wie lange wir noch warten müssen, und natürlich ist der
Computer auch in anderen Lebenssituationen bei uns: Längst ist er selbst zum Freizeit- und Sportgerät geworden.
Auch begleitet er uns zum Sport, misst unsere Schrittanzahl, den Puls, die verbrauchten Kalorien, und hilft uns
anschließend bei der Wahl unseres Abendessens – oder vergleicht unsere Daten mit anderer Nutzer, und hilft uns so,
Gleichgesinnte zu finden, damit der Sport noch mehr Spaß macht.
Computer helfen uns jedoch auch, wieder gesund zu werden: Röntgenbilder allein reichen oft
nicht aus, um eine Krankheit zu diagnostizieren, gerade wenn es sich um kleine Verletzungen handelt, die sich nicht
im Bereich der Knochen befinden: egal ob Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) oder Ultraschall:
Ohne den Computer, der die gewonnenen Daten in Bilder verwandelt, wären all diese Verfahren nutzlos. Inzwischen
kommen bei Operationen sogar Roboter zum Einsatz, und Operationen werden, bevor der Patient sich überhaupt im OP
befindet, am Computer geplant, sodass später auch nichts schief geht.
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